Patience · Spiel 180 von 388 ♥
Aces Up
Vier Stapel, eine Regel: Liegt irgendwo oben eine höhere Karte derselben Farbe, fliegt die niedrigere raus – bis nur die Asse bleiben.
- Spieler
- 1
- Dauer
- 3 Min.
- Alter
- ab 6
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung entspanntin 5 Minuten gelernt
Sammlungen: Patiencen · Spiele für Kinder
Ausführliche Regeln
Überblick
Aces Up, auch Idiot’s Delight genannt, ist eine schnelle Patience (ein Kartenspiel für eine Person, auch Solitär genannt). Du verteilst die Karten auf vier Stapel und wirfst jede Karte raus, die von einer höheren Karte derselben Farbe geschlagen wird. Du gewinnst, wenn am Ende nur noch die vier Asse übrig sind. Ein Spiel dauert zwei, drei Minuten – ideal für zwischendurch.
- Spieler: 1
- Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten, ohne Joker, und Platz für vier Stapel.
Rangfolge
Bei Aces Up ist das Ass die höchste Karte. Von unten nach oben:
2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – B – D – K – A
Die Farben sind ♣ Kreuz, ♠ Pik, ♥ Herz und ♦ Karo. Verglichen werden nur Karten derselben Farbe.
Vorbereitung
Misch und halt das Blatt verdeckt: Das ist der Vorrat. Leg vier Karten offen nebeneinander aus. Sie sind die ersten Karten deiner vier Stapel. Lass Platz für einen Abwurfstapel, auf den die rausgeworfenen Karten kommen.
Spielablauf
Es zählt immer nur die oberste Karte jedes Stapels (die ganz sichtbare). Wiederhol diese Schritte:
- Rauswerfen: Haben zwei der obersten Karten dieselbe Farbe, kommt die niedrigere auf den Abwurfstapel. Mach das, solange es geht – jede rausgeworfene Karte legt die darunter frei, und vielleicht passt die wieder.
- Lücken füllen: Ist ein Stapel leer, darfst du die oberste Karte eines anderen Stapels dorthin legen. Dadurch wird eine neue Karte frei – schau gleich wieder, ob etwas rausfliegt.
- Nachlegen: Wenn nichts mehr geht (oder du nichts mehr machen willst), legst du vier neue Karten vom Vorrat aus, auf jeden Stapel eine, offen auf die Karten, die schon dort liegen. Dann geht es mit Schritt 1 weiter.
Ist der ganze Vorrat ausgeteilt und kein Zug mehr möglich, ist das Spiel vorbei.
Beispiel: Nach dem zweiten Austeilen liegen oben 8♥, K♥, 9♣ und 6♣. Die 8♥ fliegt raus (der K♥ schlägt sie), ebenso die 6♣ (die 9♣ schlägt sie). Unter der 8♥ liegt die D♥ – auch raus, wegen des K♥. Der Stapel ist jetzt leer, also legst du den K♥ dorthin; darunter kommt der B♠ zum Vorschein. Unter der 6♣ liegt die 2♦, die bleibt. Mehr geht nicht – leg vier neue Karten aus.
Gewonnen oder verloren
Du hast gewonnen, wenn am Ende nur die vier Asse übrig sind – 48 Karten liegen auf dem Abwurfstapel. Sonst zählst du die rausgeworfenen Karten: je mehr, desto besser. Gewinnen ist selten – je nach Quelle geht etwa jedes 10. bis jedes 35. Spiel auf.
Tipps für Einsteiger
- Ein leerer Stapel ist dein wertvollstes Werkzeug. Nutz ihn, um eine hohe Karte (Ass oder König) auszugraben, die unter niedrigeren Karten liegt.
- Ein Ass fliegt nie raus – liegt es auf anderen Karten, blockiert es diesen Stapel. Legst du es in eine Lücke, werden die Karten darunter frei. Mach das aber nicht blind, wenn ein anderer Stapel die Lücke dringender braucht.
- Überleg vor dem Füllen einer Lücke, welcher Stapel die nützlichste Karte freilegt.
- Kann das Spiel nicht mehr aufgehen, misch einfach neu und fang von vorn an.
Varianten
Alles freiwillig – vor dem Spiel festlegen.
- Nur Asse: In einen leeren Stapel darf nur ein Ass. Viel schwerer – laut Wikipedia geht nur etwa jedes 270. Spiel auf.
- Punkte: Zähl über mehrere Spiele die rausgeworfenen Karten zusammen; 48 ist ein perfektes Spiel.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Patience (Abwerf-Patience: kein Anlegen, Karten werden rausgeworfen)
- Herkunft: England, erstmals 1900 beschrieben
- Auch bekannt als: Idiot’s Delight, Aces High, Firing Squad, Drivel, Drivel Patience
- Ähnliche Spiele: Akkordeon, Four Ace Patience; nur gleichnamig: Easthaven („Aces Up“), Perpetual Motion und King Albert („Idiot’s Delight“)
Laut der englischen Wikipedia hat Mary Whitmore Jones die Regeln 1900 in England zum ersten Mal aufgeschrieben, in der fünften Folge ihrer Games of Patience, unter dem Namen Drivel Patience – „Gefasel-Patience“. Sie gab zu, dass das „kein schmeichelhafter Name“ sei, aber unter ihm kenne man das Spiel allgemein. Und für ein Spiel, das weder Sorgfalt noch Überlegung braucht, passe er ganz gut.
Auch später bekam das Spiel wenig schmeichelhafte Namen. Clement Wood und Gloria Goddard nannten es 1940 Firing Squad („Erschießungskommando“), Morehead und Mott-Smith führten es 1949 als Aces Up, mit Idiot’s Delight und Firing Squad als weiteren Namen. Die meisten späteren Bücher nennen es Aces Up – der Name beschreibt einfach das Ziel. Idiot’s Delight heißen noch zwei andere Patiencen, die mit diesem Spiel nichts zu tun haben, und auch eine Klondike-Variante trägt den Namen Aces Up.
Morehead und Mott-Smith schätzten zwei Minuten pro Spiel und einen Gewinn in zehn Spielen. Die Wikipedia nennt nach Computersimulationen eine niedrigere Zahl: Bei normalem Spiel geht nur etwa jedes 35. Spiel auf, obwohl sich viele Spiele mit Kenntnis aller Karten gewinnen ließen.