Bankspiel · Spiel 168 von 388 ♥
Red Dog (High Card Pool)
Eine Karte wird aufgedeckt – hast du eine höhere derselben Farbe? Wette darauf, bis zum ganzen Pot.
- Spieler
- 3–8
- Dauer
- 20 Min.
- Alter
- ab 16
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker, dazu Chips
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung lebhaftin 5 Minuten gelernt
Sammlungen: Spiele für drei · Spiele für vier · Spiele für fünf · Spiele für sechs und mehr
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Ausführliche Regeln
Überblick
Red Dog, auch High Card Pool genannt, ist ein altes Wettspiel. Alle zahlen in einen Pot (den Chip-Haufen in der Mitte) und bekommen fünf Karten. Dann wettet einer nach dem anderen gegen den Pot, dass er eine Karte derselben Farbe und höher auf der Hand hat als die Karte, die der Geber gleich aufdeckt. Gewinnst du, nimmst du dir Chips aus dem Pot; verlierst du, wandert dein Einsatz hinein.
- Spieler: 3 bis 8.
- Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten ohne Joker und Chips (oder Spielmarken, Streichhölzer). Gespielt wird nur um Chips.
Rangfolge
Von hoch nach niedrig: A K D B 10 9 8 7 6 5 4 3 2. Das Ass ist hoch. Schlagen kann nur eine Karte derselben Farbe – der Herz-König schlägt die Herz-Dame, aber nicht die Pik-Dame.
Vorbereitung
- Jeder beginnt mit gleich vielen Chips (etwa 50). Den ersten Geber lost ihr aus, etwa durch Ziehen. Danach gibt jede Runde der Nächste links.
- Vereinbart den Grundeinsatz (Ante), den jeder in den Pot zahlt, zum Beispiel 2 Chips. Er ist zugleich der kleinste erlaubte Einsatz.
- Alle, auch der Geber, zahlen einen Grundeinsatz in den Pot.
- Der Geber mischt und gibt jedem einzeln und verdeckt fünf Karten – bei 7 oder 8 Spielern vier. Schau sie dir an, aber zeig sie niemandem.
Spielablauf
Beginnend links vom Geber, reihum im Uhrzeigersinn – der Geber ist als Letzter dran –, hat jeder einen Zug:
- Setzen: Leg Chips neben den Pot – mindestens den Grundeinsatz, höchstens alles, was gerade im Pot liegt.
- Der Geber verbrennt eine Karte: Er nimmt die oberste Karte vom Stapel, zeigt sie allen und schiebt sie offen unter den Stapel.
- Dann deckt er die nächste Karte vor dir auf.
- Hast du eine höhere Karte derselben Farbe? - Ja: Zeig nur diese Karte, nimm deinen Einsatz zurück und nimm dir noch einmal so viel aus dem Pot. - Nein: Zeig deine ganze Hand; dein Einsatz kommt in den Pot.
- Deine Karten und die aufgedeckte Karte kommen verdeckt beiseite, und der Nächste wettet gegen das, was jetzt im Pot liegt.
Beispiel: Im Pot liegen 16 Chips. Ben hat Pik-König, Pik-9, Herz-7, Karo-4 und Kreuz-Ass und setzt 6. Der Geber deckt den Pik-Buben auf – Ben zeigt den Pik-König und nimmt 6 Chips aus dem Pot. Wäre die Herz-8 gekommen oder eine Karo-Karte über der 4, hätte Ben seine 6 Chips an den Pot verloren.
Ist der Pot leer oder liegt weniger als ein Grundeinsatz darin, zahlen alle sofort einen neuen Grundeinsatz.
Geht der verdeckte Stapel während einer Runde aus, mischt der Geber die verbrannten Karten, die aufgedeckten Karten und die schon beiseitegelegten Hände zu einem neuen Stapel und spielt weiter.
Ende einer Runde
Waren alle dran, auch der Geber, ist die Runde vorbei. Die Chips bleiben im Pot, der Nächste links gibt, und alle zahlen einen neuen Grundeinsatz. Wird der Pot zu groß, könnt ihr ihn gleichmäßig aufteilen und einen neuen beginnen.
Wer gewinnt?
Ein festes Ende gibt es nicht: Hört auf, wann ihr wollt, etwa wenn jeder zweimal gegeben hat. Teilt, was im Pot übrig ist, gleichmäßig auf. Wer die meisten Chips hat, gewinnt.
Tipps für Einsteiger
- Zähl deine hohen Karten in jeder Farbe. Ein Ass schlägt jede andere Karte seiner Farbe; eine Farbe, die dir fehlt, verliert immer.
- Mit hohen Karten in allen vier Farben lohnt ein großer Einsatz; mit niedrigen Karten und einer fehlenden Farbe nur der Mindesteinsatz.
- Achte auf die verbrannten Karten und die Hände der Verlierer: Sie verraten dir, welche Karten nicht mehr kommen können.
Varianten
Alles freiwillig – vorher absprechen.
- Weniger Karten: Jeder bekommt nur vier (oder drei) Karten, egal wie viele mitspielen.
- Geber als Bank: Statt Grundeinsätzen stellt der Geber allein den Pot, und die anderen wetten dagegen. Ist der Pot leer, gibt sofort der Nächste.
- Shoot: Der Geber allein stellt den Pot – zwischen einem vereinbarten Mindest- und Höchstbetrag – und gibt jedem anderen drei Karten. Anschauen darfst du sie erst kurz vor deinem Zug. Setzen darfst du vom vereinbarten Mindesteinsatz bis zum ganzen Pot. Ist der Pot leer, gibt sofort der Nächste; sonst gibt derselbe Spieler noch einmal. Nach drei Runden am Stück darf der Geber den Pot behalten und weitergeben – oder ein viertes Mal geben und dann behalten, was übrig ist.
- Slippery Sam: wie Shoot, aber du setzt, ohne deine Karten anzusehen. Der Geber deckt in der Mitte Karten auf, bis eine 6 oder niedriger erscheint, und alle wetten nacheinander gegen diese Karte.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Bankspiel (Spieler wetten gegen einen Pot auf die nächste Karte)
- Herkunft: wahrscheinlich USA (in amerikanischen Spielbüchern beschrieben); Daten unbekannt
- Auch bekannt als: High Card Pool; verwandte Formen: Shoot, Slippery Sam (Six-Spot Red Dog), Polish Red Dog (Stitch, Polski Pachuck)
- Ähnliche Spiele: In-Between (Acey-Deucey), 17 und 4 (Blackjack)
Laut pagat.com war Red Dog ursprünglich ein Wettspiel, bei dem man darauf setzt, eine Karte derselben Farbe und höher auf der Hand zu haben als eine vom Stapel aufgedeckte Karte. Dieses Spiel heißt auch High Card Pool und hat mehrere Verwandte, die den Pot anders handhaben: Shoot, Slippery Sam (auch Six-Spot Red Dog), bei dem man wettet, ohne seine Karten zu kennen, und Polish Red Dog (auch Stitch oder Polski Pachuck), bei dem man weder die eigenen Karten noch die Karte des Gebers sieht. Die Spielbücher ordnen die Namen, wie pagat.com anmerkt, sehr unterschiedlich den einzelnen Formen zu.
Laut pagat.com hielt der amerikanische Kartenspielautor John Scarne in seiner Encyclopedia of Games (1973) eine Spielweise von Slippery Sam aus Fort Wayne (Indiana) fest; Polish Red Dog steht in Albert Ostrows Complete Card Player (1945).
Heute kennt man den Namen Red Dog eher als anderes Casinospiel, auch In-Between, Acey-Deucey oder Yablon genannt: Dort wettet man, dass eine dritte Karte zwischen zwei aufgedeckten liegt. Laut der deutschen Wikipedia entstand dieses Casinospiel um 1900 in den USA; woher der Name kommt, ist unbekannt – vielleicht von einem Saloon.