Setzspiel · Spiel 134 von 388 ♣
Seven Twenty-Seven (7/27)
Karte nehmen oder stehen bleiben – die eine Hälfte des Pots bekommt, wer am nächsten an 7 liegt, die andere, wer am nächsten an 27 liegt.
- Spieler
- 4–10
- Dauer
- 45 Min.
- Alter
- ab 16
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker, dazu Chips
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung lebhaftin 5 Minuten gelernt
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Ausführliche Regeln
- Überblick
- Kartenwerte
- Setzen in Kürze
- Vorbereitung
- Ablauf eines Spiels
- Spielende
- Tipps für Einsteiger
- Varianten
Überblick
Seven Twenty-Seven (geschrieben 7/27) ist ein Setzspiel aus amerikanischen Pokerrunden, in denen der Geber das Spiel wählt. Pokerhände gibt es hier nicht: Du zählst die Punkte deiner Karten zusammen, ein bisschen wie beim Blackjack. Du beginnst mit zwei Karten und darfst weitere nehmen. Am Ende gewinnt, wer am nächsten an 7 liegt, den halben Pot, und wer am nächsten an 27 liegt, die andere Hälfte – der Pot sind alle Chips, die in diesem Spiel gesetzt wurden. Ein Spieler kann auch beide Hälften gewinnen.
- Spieler: 4–10, jeder für sich.
- Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten ohne Joker und Chips (oder Spielmarken, Streichhölzer, Knöpfe) – für alle zu Beginn gleich viele, z. B. je 100. Gespielt wird um Chips, nicht um Geld.
Kartenwerte
| Karte | Punkte |
|---|---|
| 2–10 | Augenzahl |
| B, D, K | je ½ |
| Ass | 1 oder 11 |
Deine Summe ist die Summe all deiner Karten. Farben spielen keine Rolle. Du darfst dasselbe Ass für die 7 als 1 und für die 27 als 11 zählen – 5-A-A ist also die perfekte Hand: genau 7 (5+1+1) und genau 27 (5+11+11) zugleich.
Beispiel: 4 D 2 ergibt 6½ – nah an 7. 10 9 8 ergibt genau 27. A K 5 ergibt 6½ für die 7 oder 16½ für die 27.
Setzen in Kürze
Alle gesetzten Chips kommen in den Pot in der Mitte. Vor jedem Geben zahlt jeder einen kleinen Grundeinsatz, das Ante (z. B. 1 Chip). Bist du in einer Setzrunde dran, kannst du:
- Checken (schieben) – nichts setzen, solange in dieser Runde noch niemand gesetzt hat.
- Setzen – Chips einzahlen.
- Mitgehen – so viel einzahlen, dass du mit dem höchsten Einsatz gleichziehst.
- Erhöhen – mitgehen und noch etwas drauflegen.
- Aussteigen (folden) – aufgeben: Du legst deine Karten verdeckt weg. Was du schon gesetzt hast, ist verloren.
Eine Setzrunde endet, wenn alle, die noch dabei sind, gleich viel eingezahlt haben. Legt vorher Grenzen fest, zum Beispiel: Einsätze und Erhöhungen von 1–5 Chips, höchstens drei Erhöhungen pro Runde.
Vorbereitung
- Alle bekommen gleich viele Chips. Bestimmt einen Geber; nach jedem Spiel gibt der linke Nachbar.
- Alle zahlen das Ante. Der Geber mischt und gibt reihum im Uhrzeigersinn, links beginnend, jedem eine Karte offen und dann eine Karte verdeckt. Die verdeckte Karte schaust du dir an, zeigst sie aber niemandem.
Ablauf eines Spiels
- Setzrunde: Es beginnt der erste noch aktive Spieler links vom Geber, dann geht es im Uhrzeigersinn weiter.
- Karten nehmen: Links vom Geber beginnend darf jeder, der noch dabei ist, eine weitere Karte verdeckt verlangen – oder seine Hand so lassen. Wer jetzt verzichtet, darf beim nächsten Mal trotzdem wieder eine Karte nehmen.
- Hat niemand eine Karte genommen, folgt der Showdown. Hat irgendwer eine genommen, gibt es wieder eine Setzrunde, dann wieder Karten, und so weiter.
- Showdown: Wer noch dabei ist, deckt alle Karten auf. Wer am nächsten an 7 liegt, bekommt den halben Pot, wer am nächsten an 27 liegt, die andere Hälfte. Ob du drüber oder drunter liegst, ist egal – es zählt nur der Abstand. Bei Gleichstand teilen sich die Spieler ihre Hälfte.
Steigen alle bis auf einen aus, gewinnt dieser sofort den ganzen Pot.
Gehen bei vielen Spielern die Karten aus, mischt die Karten der ausgestiegenen Spieler zu einem neuen Ziehstapel.
Beispiel: Im Showdown hat Anna 3 2 K (5½), Ben 6 B (6½), Carla 10 8 A 7 (26 oder 36 – sie zählt 26), Dan 9 9 8 2 (28). Ben liegt am nächsten an 7 (½ entfernt) und bekommt den halben Pot. Carla und Dan sind beide 1 von 27 entfernt und teilen sich die andere Hälfte.
Spielende
Spielt so viele Runden, wie ihr wollt, oder bis zu einer vereinbarten Uhrzeit. Wer dann die meisten Chips hat, gewinnt; wer keine Chips mehr hat, scheidet aus.
Tipps für Einsteiger
- Bilder sind fast nichts wert – ideal, um eine Summe nah an 7 fein abzustimmen.
- Eine niedrige offene Karte ist ein guter Start für die 7, eine hohe für die 27. Asse taugen für beides.
- Achte auf die offenen Karten: Die Summen der anderen kennst du nicht, aber wer eine 10 zeigt, spielt vermutlich auf 27.
- Nah an 7 noch eine Karte zu nehmen ist riskant – eine einzige 8 macht alles kaputt. Hör auf, wenn du nah dran bist.
Varianten
Alles freiwillig – vorher absprechen.
- Drüber ist raus: Du musst genau auf oder unter dem Ziel liegen, um zu gewinnen. Mit mehr als 7 gewinnst du die 7er-Hälfte nicht, und wer über 27 kommt, muss sofort seine verdeckte Karte zeigen und aussteigen. Viele Hausrunden spielen so.
- Ansage: Vor dem Showdown sagen alle gleichzeitig an, ob sie auf 7, 27 oder beides spielen. Wer beides ansagt, muss beide Hälften gewinnen, sonst bekommt er nichts.
- Eingefroren: Wer zweimal hintereinander keine Karte nimmt, darf keine mehr nehmen.
- Bilder: B, D und K zählen nach Wahl ½ oder 10.
- Drunter schlägt drüber: Bei gleichem Abstand zum Ziel gewinnt die Summe darunter gegen die darüber.
- Weniger Karten gewinnen: Bei gleicher Summe gewinnt die Hand mit weniger Karten.
- Offene Karten: Weitere Karten werden offen statt verdeckt gegeben.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Setzspiel (mit Poker verwandt: Kartenpunkte auf zwei Zielsummen hin addieren)
- Herkunft: USA, Poker im privaten Kreis; Datum unbekannt
- Auch bekannt als: 7/27, 7-27, Seven-Twenty-Seven
- Ähnliche Spiele: Blackjack, Sette e mezzo, 15-35
Seven Twenty-Seven ist eigentlich kein Poker: Es gibt keine Pokerhände, die Spieler zählen einfach Kartenpunkte zusammen wie beim Blackjack oder beim italienischen Sette e mezzo („siebeneinhalb“), wo Bildkarten ebenfalls einen halben Punkt zählen. Die Website pagat.com nennt es ein „amerikanisches Setzspiel“ und ein Nicht-Pokerspiel, das in Dealer’s-Choice-Pokerrunden manchmal als Option erlaubt ist. Mit Poker gemeinsam hat es das Setzen und den geteilten Pot: Wie bei Hoch-tief-Spielen geht je eine Hälfte an zwei verschiedene Ziele.
Ein Erfinder oder ein Datum ist nicht bekannt. Laut pagat.com gehört 7/27 zu den Optionen in Arthur Budericks Dealer’s-Choice-Pokerspiel, zusammen mit einem örtlichen Verwandten, 15-35, das genauso funktioniert, nur mit anderen Zielen.
Als Hausspiel gibt es 7/27 in vielen Fassungen. Bei pagat.com dürfen auch Summen über dem Ziel gewinnen, wenn sie am nächsten liegen; viele andere Beschreibungen – etwa von Denexa Games und The Poker Page (oinc.net) – spielen „drüber ist raus“, sodass jeder, der über 27 kommt, sofort ausscheidet. Andere Hausregeln fügen eine Ansage von 7, 27 oder beidem hinzu, frieren Spieler ein, die zweimal keine Karte nehmen, oder lassen Bilder 10 zählen. The Poker Page unterscheidet „Under 727“, bei dem Überschreiten raus ist, von „Inside 727“, bei dem es das nicht ist.