Kartenspielregeln

Patience (Golf-Familie) · Spiel 178 von 388 ♥

TriPeaks

Trag drei Kartenberge ab, immer eins höher oder eins tiefer – bau lange Ketten und sieh zu, wie die Gipfel fallen.

Spieler
1
Dauer
5 Min.
Alter
ab 7
Anspruch
leicht
Karten
52 Karten, ohne Joker
Können – Glück
KönnenGlück
Jeder für sich – Viel Interaktion
Jeder für sichViel Interaktion
Einfach – Komplex
EinfachKomplex
Schnell – Lang
SchnellLang

Stimmung entspanntin 5 Minuten gelernt

Sammlungen: Patiencen · Spiele für Kinder

Kurzregeln

  • Ziel: alle 28 Karten der drei Gipfel auf den Abwurfstapel abräumen.
  • Auslegen: 4 überlappende Reihen, 3, 6, 9 verdeckt, dann 10 offen. Nächste Karte offen = Abwurfstapel; die übrigen 23 = Vorrat.
  • Freie (unbedeckte) Karten auf den Abwurfstapel, wenn eins höher oder tiefer, Farbe egal – in langen Serien (7-8-9-8-7). K und A sind Nachbarn.
  • Beide Karten über einer verdeckten weg: aufdecken.
  • Nichts passt: 1 Karte vom Vorrat auf den Abwurfstapel – sie kommt immer dorthin.
  • Kein neuer Durchgang. Gipfel leer: gewonnen, egal was im Vorrat bleibt. Vorrat leer, nichts passt: verloren.

Spickzettel

Punkte (freiwillig)

Ereignis Punkte
Karten einer Serie 1, 2, 3, 4 …
Vorratskarte aufgedeckt −5, Serie beginnt wieder bei 1
1. / 2. Gipfelspitze abgeräumt je +15
3. Gipfel abgeräumt +30
Aufgeben (Vorrat nicht leer) −5 pro übrige Gipfelkarte

Eine Serie aus 4 Karten bringt 1 + 2 + 3 + 4 = 10.

Tipps und Varianten

  • Wähl die Reihenfolge der freien Karten, die die längste Serie ergibt; bevorzuge Karten, die verdeckte freilegen.
  • Die unteren Reihen freizulegen ist wichtiger als die Spitzen.
  • Ohne Kreis: K und A sind keine Nachbarn. Offene Gipfel: alles offen auslegen. Freier Start: keine Karte auf den Abwurfstapel – mit einer beliebigen freien Karte beginnen.

Ausführliche Regeln

  1. Überblick
  2. Rangfolge
  3. Vorbereitung
  4. Spielablauf
  5. Gewonnen oder verloren
  6. Punkte (freiwillig)
  7. Tipps für Einsteiger
  8. Varianten

Überblick

TriPeaks ist eine schnelle Patience (ein Kartenspiel für eine Person, auch Solitär genannt). 28 Karten liegen als drei überlappende Pyramiden aus – die Gipfel. Du räumst sie ab, indem du Karten auf einen einzigen Stapel legst, jede einen Wert höher oder niedriger als die vorige, egal in welcher Farbe. Sind alle drei Gipfel abgetragen, hast du gewonnen.

  • Spieler: 1
  • Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten, ohne Joker. Papier und Stift, wenn du Punkte zählen willst.

Rangfolge

Die Werte laufen A – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – B – D – K und dann im Kreis weiter: Nach dem König kommt wieder das Ass. Auf einen König darf also eine Dame oder ein Ass folgen, auf ein Ass ein König oder eine 2. Farben spielen keine Rolle.

Vorbereitung

Misch und leg 28 Karten in vier überlappenden Reihen von oben nach unten aus: 3, 6, 9 und 10 Karten. Die ersten drei Reihen liegen verdeckt, nur die unterste Reihe mit 10 Karten liegt offen. Die oberste Karte jedes Gipfels ist seine Spitze. Jede Karte der Reihen 2–4 verdeckt teilweise den unteren Rand der Karten darüber, sodass sich die drei Pyramiden unten berühren.

9♠9♠♠4♥4♥♥3♦3♦♦D♦D♦D6♠6♠♠10♣10♣♣K♣K♣K2♥2♥♥8♦8♦♦B♠B♠B23Vorrat5♣5♣♣Abwurfstapel
TriPeaks – so liegen die Karten am Anfang

Jede Karte der Reihen 1–3 ist von den zwei Karten der nächsten Reihe bedeckt, die auf ihr liegen. Die 10 Karten der untersten Reihe sind nicht bedeckt – sie sind frei.

Deck die nächste Karte auf: Sie beginnt den Abwurfstapel, auf den du spielst. Die übrigen 23 Karten bilden verdeckt den Vorrat.

Spielablauf

  1. Auf den Abwurfstapel: Leg eine freie Karte aus den Gipfeln auf den Abwurfstapel, wenn sie einen Wert höher oder einen Wert niedriger ist als dessen oberste Karte. Die Farbe ist egal.
  2. Weitermachen: Die gerade gelegte Karte ist jetzt die oberste, also kannst du beliebig auf- oder absteigend weiterlegen – zum Beispiel 7 – 8 – 9 – 8 – 7 – 6. So eine Kette von Karten heißt Serie.
  3. Aufdecken: Sobald beide Karten weg sind, die eine verdeckte Karte bedecken, drehst du sie um. Sie ist jetzt frei.
  4. Vorrat: Kannst (oder willst) du nicht mehr legen, deckst du die oberste Karte des Vorrats auf den Abwurfstapel auf. Sie kommt immer dorthin, egal ob sie passt oder nicht. An sie legst du nun an, und eine neue Serie beginnt.
  5. Es gibt keinen zweiten Durchgang: Ist der Vorrat leer und nichts passt, ist das Spiel vorbei.

Beispiel: Oben auf dem Abwurfstapel liegt eine 5♣. Frei sind unter anderem 4♥, 6♠, 3♦ und K♣. Du legst die 4♥ (eins tiefer), dann die 3♦ (wieder eins tiefer). Die 4♥ und die 3♦ lagen nebeneinander, also wird die verdeckte Karte frei, die beide bedeckt haben: eine 2♠ – auch die legst du. Mehr passt nicht, also deckst du die nächste Karte vom Vorrat auf: einen K♥. Darauf passt der K♣ nicht, wohl aber eine D oder ein A.

Gewonnen oder verloren

Du hast gewonnen, wenn alle 28 Karten der Gipfel auf dem Abwurfstapel liegen – egal, wie viele Karten noch im Vorrat sind. Ist der Vorrat leer und passt nichts mehr, hast du verloren.

Punkte (freiwillig)

Für eine Reihe von Spielen kannst du wie in der ursprünglichen Computerfassung zählen:

Ereignis Punkte
Jede Karte einer Serie 1 für die erste, 2 für die zweite, 3 für die dritte …
Karte vom Vorrat aufdecken −5 (die nächste Serie beginnt wieder bei 1)
Spitze des ersten und zweiten Gipfels abgeräumt je +15
Dritten Gipfel abgeräumt +30
Aufgeben, solange noch Gipfelkarten liegen (Vorrat nicht leer) −5 pro Karte

Beispiel: Eine Serie aus 4 Karten bringt 1 + 2 + 3 + 4 = 10 Punkte, danach kostet das Aufdecken vom Vorrat 5.

Tipps für Einsteiger

  • Erst schauen, dann legen: Bei mehreren freien Karten wähl die Reihenfolge, die die längste Serie ergibt.
  • Bevorzuge Karten, unter denen verdeckte Karten liegen – das bringt neue Möglichkeiten.
  • Passen zwei Karten, nimm die, nach der du noch weiterlegen kannst.
  • Die Spitzen früh abzuräumen ist nicht wichtig; die unteren Reihen freizulegen schon.

Varianten

  • Ohne Kreis: König und Ass sind keine Nachbarn – auf einen König passt nur eine Dame, auf ein Ass nur eine 2 (wie bei der älteren Patience Golf).
  • Offene Gipfel: Alle 28 Karten werden offen ausgelegt, sodass du das ganze Spiel planen kannst.
  • Freier Start: Zu Beginn wird keine Karte auf den Abwurfstapel gelegt – du fängst mit einer beliebigen freien Karte der untersten Reihe an.

Hintergrund & Geschichte

  • Familie: Patience (Golf-Familie: Karten eins höher oder tiefer auf einen einzigen Abwurfstapel legen)
  • Herkunft: USA, 1989 – erfunden von Robert Hogue
  • Auch bekannt als: Tri Peaks, Three Peaks, Triple Peaks, Tri Towers
  • Ähnliche Spiele: Golf, Black Hole

Anders als bei den meisten Patiencen kennt man bei TriPeaks den Erfinder: Laut Wikipedia hat Robert Hogue das Spiel 1989 entworfen. Bekannt wurde es, als Microsoft es in sein Entertainment Pack 3 für Windows aufnahm; heute gehört es zur Microsoft Solitaire Collection. Unzählige Computer- und Handyfassungen sind gefolgt, oft mit eigenen Themen und Bonusregeln. Einen eigenen deutschen Namen hat das Spiel nicht.

TriPeaks ist ein moderner Verwandter der älteren Patience Golf, bei der man Karten aus sieben Reihen eins höher oder tiefer auf einen Abwurfstapel legt. Wikipedia nennt außerdem Black Hole als nahen Verwandten. Das Eigene an TriPeaks sind die überlappenden Pyramiden mit ihren verdeckten Karten und, in den ursprünglichen Regeln, die Rangfolge im Kreis vom König zum Ass, die lange Serien leichter macht als bei Golf.

Hogue untersuchte das Spiel mit dem Computer: Laut Wikipedia lassen sich über 90 % aller Spiele bei perfektem Spiel gewinnen, und mit der ursprünglichen Wertung sind theoretisch durchschnittlich 60 Punkte pro Spiel möglich – die meisten Spieler kommen im Schnitt auf etwa 12.

Quellen