Patience · Spiel 186 von 388 ♦
Monte Carlo
Finde Paare, die nebeneinanderliegen, räum sie ab, schließ die Lücken – eine flotte Patience, die schon Kinder schaffen.
- Spieler
- 1
- Dauer
- 10 Min.
- Alter
- ab 6
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung entspanntin 5 Minuten gelernt
Sammlungen: Patiencen · Spiele für Kinder
Ausführliche Regeln
- Überblick
- Die Teile der Auslage
- Vorbereitung
- Spielablauf
- Gewonnen oder verloren
- Tipps für Einsteiger
- Varianten
Überblick
Monte Carlo ist eine einfache Patience (ein Kartenspiel für eine Person, auch Solitär genannt). Du legst 25 Karten als Quadrat aus und nimmst Paare weg – zwei Karten mit gleichem Wert, etwa zwei Könige oder zwei 7er –, die nebeneinander liegen. Dann schließt du die Lücken und füllst das Quadrat aus dem Blatt wieder auf. Gewonnen hast du, wenn du das ganze Blatt paarweise abräumst. Ein bisschen Geschick steckt in der Wahl der Paare, vor allem aber Glück – ideal für zwischendurch und für Kinder.
- Spieler: 1
- Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten, ohne Joker.
- Dauer: etwa 10 Minuten pro Spiel.
Die Teile der Auslage
- Auslage: das Quadrat aus fünf Reihen zu je fünf Karten, in dem du Paare suchst.
- Vorrat: der verdeckte Rest des Blatts, aus dem du das Quadrat wieder auffüllst.
- Beiseite: Hierhin kommen die abgeräumten Paare. Sie sind aus dem Spiel.
Vorbereitung
Misch und leg 25 Karten offen in fünf Reihen zu fünf aus, Reihe für Reihe von links nach rechts, ohne Überlappung. Die übrigen 27 Karten legst du verdeckt als Vorrat daneben.
Beispiel:
Spielablauf
- Paare abräumen: Nimm zwei Karten mit gleichem Wert weg (Farbe egal), die benachbart sind – nebeneinander in einer Reihe, übereinander in einer Spalte oder schräg Ecke an Ecke. Leg sie beiseite – sie sind aus dem Spiel. Eine entstandene Lücke macht die Karten links und rechts davon nicht zu Nachbarn.
- Findest du kein Paar mehr, schließt du die Lücken: Die Karten behalten ihre Reihenfolge – jede Reihe von links nach rechts gelesen, von oben nach unten – und rücken nach vorn, bis die Reihen von oben her wieder voll sind. Praktisch: Schieb die Karten der ersten lückenhaften Reihe nach links und füll diese Reihe mit Karten auf, die du einzeln vom linken Ende der Reihe darunter nimmst, und so weiter.
- Auffüllen: Leg Karten aus dem Vorrat auf die freien Plätze am Ende (unten rechts), bis wieder 25 Karten im Quadrat liegen.
- Such neue Paare und mach weiter.
Ist der Vorrat leer, schließt du nach jeder Runde weiter die Lücken – dabei rücken oft neue Karten nebeneinander.
Beispiel: Im Bild oben gibt es drei Paare: 4♥ und 4♣ (schräg), B♦ und B♠ (schräg), 2♣ und 2♦ (übereinander). D♦ und D♣ sind keine Nachbarn. Nach dem Abräumen und Lückenschließen lautet Reihe 3: K♦ K♠ 3♠ 7♦ 7♣ – jetzt liegen die beiden Könige und die beiden 7er nebeneinander, und sechs neue Karten aus dem Vorrat füllen das Ende des Quadrats.
Gewonnen oder verloren
Du hast gewonnen, wenn du alle 52 Karten paarweise abgeräumt hast. Gibt es im Quadrat (auch nach dem Lückenschließen und Auffüllen) kein Paar mehr, ist die Patience nicht aufgegangen. Morehead und Mott-Smith schätzten, dass etwa jedes achte Spiel aufgeht.
Tipps für Einsteiger
- Passt eine Karte zu zwei anderen, nimm das Paar, nach dem beim Lückenschließen mehr neue Paare zusammenrücken.
- Beim Lückenschließen rücken Karten unterschiedlich weit. Stell dir vor dem Abräumen vor, wo die Karten dahinter landen.
- Manchmal lohnt es sich, ein Paar eine Runde liegen zu lassen, damit es später ein anderes Paar freimacht.
Varianten
Alles freiwillig – vor dem Spiel festlegen.
- Monte Carlo Dreizehn: Statt gleicher Werte räumst du benachbarte Paare ab, die zusammen 13 ergeben (Ass = 1, Bube = 11, Dame = 12), und Könige einzeln.
- Monte Carlo Vierzehn: Benachbarte Paare, die zusammen 14 ergeben (Ass = 1, Bube = 11, Dame = 12, König = 13).
- Kleineres Quadrat: Leg nur 20 Karten in vier Reihen zu fünf aus und fülle auf 20 auf.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Patience (Paar-Patience: gleiche Werte aus einem Raster abräumen, zusammenschieben, auffüllen)
- Herkunft: unbekannt; in amerikanischen Patience-Büchern spätestens Mitte des 20. Jahrhunderts beschrieben
- Auch bekannt als: Weddings („Hochzeiten“), Double and Quits, Good Neighbours („Gute Nachbarn“)
- Ähnliche Spiele: Monte Carlo Dreizehn, Fourteens, Nestor, Pyramide
Woher Monte Carlo stammt, ist nicht bekannt. Morehead und Mott-Smith beschreiben es in The Complete Book of Solitaire and Patience Games (1949) unter dem Namen Monte Carlo, mit den Nebennamen Weddings und Double and Quits, und rechnen mit etwa zehn Minuten und einem Sieg in acht Spielen. Die englische Wikipedia nennt außerdem Good Neighbours und betont, dass das Spiel trotz seines Namens weder mit der Stadt Monte Carlo noch mit einem Kasinospiel etwas zu tun hat.
Monte Carlo ist eine typische Paar-Patience: Nichts wird in Folgen angelegt, die Karten verlassen die Auslage einfach paarweise. Das Besondere ist das Zusammenschieben nach jeder Runde, bei dem Karten unterschiedlich weit rücken und so neue Nachbarn entstehen. Laut Morehead und Mott-Smith liegt genau hier das bisschen Geschick – man wählt das Paar, nach dem beim Zusammenschieben die meisten neuen Paare entstehen.
Dasselbe Quadrat aus 25 Karten nutzen mehrere Verwandte: Bei Monte Carlo Dreizehn kommen wie bei der Pyramide Paare mit Summe 13 weg, bei Fourteens – nicht dasselbe wie die Variante Monte Carlo Vierzehn auf der Regelseite – Paare mit Summe 14, die nur in derselben Reihe oder Spalte liegen müssen. Auch deutsche Patience-Seiten führen das Spiel unter dem Namen Monte Carlo.