Bankspiel · Spiel 152 von 388 ♠
17 und 4 (Blackjack)
Komm näher an 21 heran als die Bank, ohne dich zu überkaufen – noch eine Karte, oder hörst du auf?
- Spieler
- 2–7
- Dauer
- 30 Min.
- Alter
- ab 16
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker, dazu Chips
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung lebhaftin 5 Minuten gelernt
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Ausführliche Regeln
- Überblick
- Kartenwerte
- Vorbereitung
- Blackjack
- Die Spieler sind dran
- Die Bank ist dran
- Abrechnung
- Spielende
- Tipps für Einsteiger
- Varianten
Überblick
17 und 4 – heute meist Blackjack genannt – spielt man gegen einen Geber, der zugleich die Bank ist: Jeder Spieler setzt Chips darauf, dass er die Bank schlägt. Du willst mit deinen Karten näher an 21 herankommen als die Bank – aber wer über 21 kommt, hat sich überkauft und verliert sofort. Zu Hause wandert die Bank reihum, so dass jeder mal Bank ist.
Hier steht die heute übliche Blackjack-Form mit 52 Karten. Das klassische 17 und 4 mit 32 Karten findest du unter „Varianten“.
- Spieler: 2 bis 7 – ein Geber und bis zu 6 Spieler.
- Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten ohne Joker und Chips (oder Spielmarken, Streichhölzer) – etwa 50 pro Person. Gespielt wird nur um Chips.
Kartenwerte
| Karte | Wert |
|---|---|
| 2 bis 10 | Augenzahl |
| B, D, K | 10 |
| A | 1 oder 11 – was für dich besser ist |
Die Farben spielen keine Rolle. Eine Hand ist weich, wenn ein Ass darin als 11 zählt (A + 6 ist eine „weiche 17“): Mit der nächsten Karte kannst du dich nicht überkaufen, denn dann zählt das Ass einfach 1.
Beispiel: A + 5 + 9: Als 11 gezählt käme das Ass auf 25, also zählt es 1 – zusammen 15.
Vorbereitung
- Legt fest, wer zuerst gibt (zum Beispiel, wer die höchste Karte zieht). Vereinbart den kleinsten und größten Einsatz, etwa 1 bis 10 Chips.
- Der Geber mischt, sein rechter Nachbar hebt ab (nimmt einen Teil des Stapels ab und legt ihn unter den Rest).
- Bevor Karten verteilt werden, legt jeder Spieler außer dem Geber seinen Einsatz vor sich.
- Geben: Im Uhrzeigersinn, links vom Geber beginnend, bekommt jeder Spieler eine Karte offen, der Geber ebenfalls eine offen. Dann jeder Spieler eine zweite offene Karte und der Geber eine zweite verdeckte Karte.
Blackjack
Ein Ass plus eine 10, B, D oder K als erste zwei Karten ist ein Blackjack – die beste Hand überhaupt, besser als jede andere 21.
- Zeigt die offene Karte des Gebers ein Ass oder einen Zehner-Wert, schaut er heimlich seine verdeckte Karte an. Hat er Blackjack, deckt er sofort auf: Alle Spieler verlieren ihren Einsatz – außer wer selbst Blackjack hat, der bekommt ihn zurück.
- Hat ein Spieler Blackjack und der Geber nicht, zahlt der Geber ihm sofort das Anderthalbfache seines Einsatzes (3:2).
Das alles wird abgerechnet, bevor jemand spielt. Hatte der Geber Blackjack, ist die Runde damit vorbei.
Die Spieler sind dran
Links vom Geber beginnend spielt jeder seine Hand. Wenn du dran bist, sagst du:
- Karte – der Geber gibt dir eine weitere Karte offen. Du darfst so oft Karten nehmen, wie du willst.
- Genug – du bist zufrieden, dein Zug ist vorbei.
Kommst du über 21, hast du dich überkauft: Du zeigst deine Karten, und der Geber nimmt sofort deinen Einsatz – auch wenn er sich später selbst überkauft.
Zwei besondere Züge gibt es nur mit deinen ersten zwei Karten:
- Verdoppeln: Du verdoppelst deinen Einsatz, bekommst genau eine Karte und musst dann aufhören. (Viele erlauben das nur bei 9, 10 oder 11.)
- Teilen: Hast du zwei Karten gleichen Rangs (zwei 8er, zwei Könige …), legst du sie als zwei getrennte Hände nebeneinander und setzt für die zweite noch einmal denselben Einsatz. Jede Hand bekommt eine zweite Karte und wird einzeln gespielt. Geteilte Asse bekommen nur je eine Karte; Ass plus Zehner-Wert nach dem Teilen zählt als normale 21, nicht als Blackjack.
Beispiel: Ben setzt 2 Chips und bekommt Kreuz-10 und Herz-6 = 16. Der Geber zeigt eine 9. Ben sagt „Karte“ und bekommt die Pik-4 = 20. Er sagt „genug“.
Die Bank ist dran
Wenn alle Spieler fertig sind, deckt der Geber seine verdeckte Karte auf. Er hat keine Wahl:
- Bei 16 oder weniger muss er eine Karte ziehen – und weiterziehen.
- Bei 17 oder mehr muss er aufhören. Das Ass zählt 11, sobald er damit auf 17 bis 21 kommt.
Abrechnung
- Bank überkauft: Der Geber zahlt jedem, der sich nicht überkauft hat, seinen Einsatz.
- Bank hört auf: Wer mehr hat, bekommt seinen Einsatz von der Bank ausgezahlt; wer weniger hat, verliert seinen Einsatz; bei Gleichstand behält der Spieler seinen Einsatz.
Beispiel (Fortsetzung): Der Geber deckt eine 8 auf: 9 + 8 = 17, er muss aufhören. Bens 20 schlägt die 17 – die Bank zahlt ihm 2 Chips.
Ist der Stapel mitten in der Runde aufgebraucht, mischt der Geber die gespielten Karten und macht weiter. Nach jeder Runde sammelt ihr alle Karten ein, mischt neu, und die Bank wandert nach links: Der nächste Spieler wird Geber.
Spielende
Spielt eine vereinbarte Zeit oder Rundenzahl – so, dass jeder gleich oft Bank war. Wer am Ende die meisten Chips hat, gewinnt.
Tipps für Einsteiger
- Die Bank muss bis 16 ziehen – zeigt sie eine 2 bis 6, überkauft sie sich oft. Dann kannst du auch mit weniger aufhören.
- Zeigt die Bank 7 oder mehr, zieh, bis du mindestens 17 hast.
- Asse und 8er immer teilen, 10er und 5er nie.
- Mit einer weichen Hand kannst du gefahrlos noch eine Karte nehmen.
Varianten
Nur nach Absprache.
- 17 und 4 mit 32 Karten: die klassische deutsche Form. Nehmt nur A K D B 10 9 8 7 jeder Farbe. Ass = 11, König = 4, Dame = 3, Bube = 2, die anderen ihre Augenzahl – daher der Name: 17 und ein König (4) sind 21. Die Einsätze kommen vor dem Geben und dürfen zusammen nicht höher sein als das, was in der Bank liegt. Die Spieler bekommen ihre Karten verdeckt, die Bank zieht zuletzt. Bei Gleichstand gewinnt die Bank – du brauchst mindestens einen Punkt mehr. Zwei Asse („Feuer“) gewinnen wie 21 – je nach Absprache einfach oder doppelt. Die Bank wechselt, wenn sie gesprengt ist (die Spieler haben alles gewonnen, was darin lag) oder nach einer vereinbarten Rundenzahl.
- Blackjack übernimmt die Bank: die alte Hausregel – statt jede Runde weiterzuwandern, geht die Bank an einen Spieler, der Blackjack hat, wenn der Geber keinen hat.
- Versicherung: Zeigt der Geber ein Ass, dürfen die Spieler bis zur Hälfte ihres Einsatzes darauf setzen, dass er Blackjack hat. Stimmt das, zahlt die Versicherung 2:1, sonst ist sie verloren.
- Fünf Karten: Wer fünf Karten hat, ohne sich zu überkaufen, gewinnt automatisch.
- Pontoon: die britische Form – auch hier gewinnt die Bank bei Gleichstand, und fünf Karten mit höchstens 21 schlagen alles außer Blackjack.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Bankspiel (Spieler setzen gegen einen Bankhalter; Kartenwerte werden zusammengezählt)
- Herkunft: Spanien, um 1600 (als veintiuna); die heutige Form Frankreich, 18. Jahrhundert
- Auch bekannt als: Einundzwanzig, Blackjack, Vingt-et-un (Frankreich), Pontoon (Großbritannien)
- Ähnliche Spiele: Pontoon, Einunddreißig (Trente-et-un), Baccara
Spiele, bei denen man Kartenwerte zusammenzählt und ein Ziel erreichen will, ohne es zu überschreiten, sind alt. Laut David Parlett war der direkte Vorläufer Einunddreißig, belegt seit dem 15. Jahrhundert. Einundzwanzig selbst wird zuerst in Spanien beschrieben: Miguel de Cervantes erwähnt veintiuna in einer seiner Novelas ejemplares (erschienen 1613). Ob das Ass dort schon 1 oder 11 zählen durfte, ist umstritten; Parlett schreibt diese Regel dem französischen Vingt-et-un zu, das ab etwa den 1760er-Jahren in Mode kam – laut Wikipedia auch am Hof Ludwigs XV. – und 1800 erstmals in einem englischen Kartenspielbuch beschrieben wurde.
Im deutschen Sprachraum heißt das Spiel Siebzehn und Vier – 17 und ein König, der hier 4 zählt, ergeben 21. Laut der englischen Wikipedia war es in Preußen und Österreich schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verbreitet. Gespielt wurde meist mit 32 Karten: König 4, Dame 3, Bube 2, und zwei Asse („Feuer“) gewinnen. Die Bank wechselt, wenn sie „gesprengt“ ist.
In Großbritannien wurde daraus Pontoon, wohl eine englische Verballhornung von „vingt-et-un“. In den USA wurde daraus das Casinospiel Blackjack. Eine Erklärung für den Namen: Ein Casino soll einen Bonus für Pik-Ass mit schwarzem Buben gezahlt haben – belegt ist das nicht. Die Casinos führten auch die feste Regel ein, dass die Bank bis 16 zieht und bei 17 aufhört.