Kartenspielregeln

Quartettspiel · Spiel 154 von 388 ♦

Go Fish (Fischen)

„Hast du Siebenen?“ – frag die anderen nach Karten, sammle alle vier eines Werts, und heißt es „Geh fischen!“, versuch dein Glück im Teich.

Spieler
2–6
Dauer
15 Min.
Alter
ab 5
Anspruch
leicht
Karten
52 Karten, ohne Joker
Können – Glück
KönnenGlück
Jeder für sich – Viel Interaktion
Jeder für sichViel Interaktion
Einfach – Komplex
EinfachKomplex
Schnell – Lang
SchnellLang

Stimmung lebhaftin 5 Minuten gelernt

Platz 1 in Für Kinder

Sammlungen: Erste Spiele · Spiele für zwei · Spiele für drei · Spiele für vier · Spiele für fünf · Spiele für sechs und mehr · Spiele für Kinder

Kurzregeln

  • Ziel: die meisten Quartette sammeln – alle vier Karten eines Werts.
  • Geben: je 7 bei 2 Spielern, je 5 ab 3. Rest verdeckt in die Mitte = Teich.
  • Der Linke des Gebers beginnt. Zug: einen Spieler nach einem Wert fragen, den du hast: „Ben, hast du Buben?“
  • Hat er welche: Er gibt dir alle – frag weiter.
  • Keine: „Geh fischen!“ – eine Karte ziehen. Der gefragte Wert? Zeigen und noch mal. Sonst ist der Linke dran.
  • Alle vier eines Werts: Quartett zeigen und ablegen.
  • Ende: Einer hat keine Karten mehr oder der Teich ist leer. Die meisten Quartette gewinnen.

Spickzettel

Varianten (vorher absprechen)

Variante Änderung
Bis zum Schluss Bis alle 13 Quartette gesammelt sind. Keine Karten: 1 ziehen, weiterspielen; Stapel leer – raus
Paare (australisches „Fish“) Je 7 Karten, Paare sammeln und sofort ablegen; jedes Paar = 1 Punkt
Ohne Teich (Authors) Alle Karten verteilen. Hat der Gefragte keine, ist der Nächste dran. Bis alle 13 Quartette

Merke

  • Frag nur nach Werten, die du selbst hast – und gib alle Karten des gefragten Werts ab.
  • Frag weiter: denselben oder einen anderen Spieler, nach demselben oder einem anderen Wert.
  • Hör zu: Wer nach Neunen fragt, hat mindestens eine Neun.
  • Frag nach den Werten, von denen du am meisten hast.
  • Pokerface – wer dir gerade Karten abgenommen hat, fragt vielleicht gleich wieder.

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Ausführliche Regeln

  1. Überblick
  2. Vorbereitung
  3. Spielablauf
  4. Quartette
  5. Spielende
  6. Tipps für Einsteiger
  7. Varianten

Überblick

Go Fish – auf Deutsch Fischen – ist ein klassisches erstes Kartenspiel für Kinder. Du sammelst Quartette – alle vier Karten eines Werts, etwa vier 7er oder vier Könige –, indem du die anderen nach den Karten fragst, die dir fehlen. Hat der Gefragte keine, heißt es „Geh fischen!“, und du ziehst aus dem Teich. Wer am Ende die meisten Quartette hat, gewinnt.

  • Spieler: 2 bis 6 – am schönsten mit 3 bis 5.
  • Du brauchst: ein normales Kartenspiel mit 52 Karten, ohne Joker.

Vorbereitung

  1. Einer mischt und verteilt die Karten einzeln und verdeckt: 7 Karten pro Spieler bei 2 Spielern, 5 Karten pro Spieler ab 3 Spielern.
  2. Die übrigen Karten kommen verdeckt und durcheinander in die Mitte – das ist der Teich (oder als ordentlicher Ziehstapel).
  3. Jeder nimmt seine Karten auf und schaut sie an, ohne sie den anderen zu zeigen.

Spielablauf

Der linke Nachbar des Gebers fängt an, dann geht es reihum im Uhrzeigersinn.

  1. Frag einen Mitspieler nach einem Wert, zum Beispiel: „Anna, gib mir deine Buben.“ Du darfst nur nach einem Wert fragen, von dem du selbst mindestens eine Karte hast.
  2. Hat er welche: Er muss dir alle Karten dieses Werts geben. Dann fragst du noch einmal – denselben oder einen anderen Spieler, nach demselben oder einem anderen Wert.
  3. Hat er keine: Er sagt „Geh fischen!“ Du ziehst die oberste Karte vom Ziehstapel (oder eine beliebige aus dem Teich). - Ist es der Wert, nach dem du gefragt hast, zeig sie her – du bist noch einmal dran. - Sonst behältst du sie, und dein linker Nachbar ist dran.

Beispiel: Dan hat Pik-7, Herz-7, Karo-König, Kreuz-3 und Pik-9. Er fragt Anna: „Hast du Siebenen?“ Sie gibt ihm die Karo-7. Dan fragt Ben: „Hast du Siebenen?“ – „Geh fischen!“ Dan zieht die Kreuz-7: eine Sieben! Er zeigt sie und ist noch einmal dran.

Quartette

Sobald du alle vier Karten eines Werts hast, zeigst du sie und legst sie verdeckt vor dir ab. Das ist ein Quartett.

Spielende

Das Spiel endet, sobald ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat oder der Ziehstapel leer ist. Zählt eure Quartette: Wer die meisten hat, gewinnt (bei Gleichstand gewinnen alle Beteiligten gemeinsam).

Tipps für Einsteiger

  • Hör gut zu: Wenn jemand nach Neunen fragt, weißt du, dass er mindestens eine Neun hat.
  • Frag nach den Werten, von denen du am meisten hast – da fehlt dir am wenigsten zum Quartett.
  • Wer dir gerade Karten abgenommen hat, fragt dich vielleicht gleich wieder – verrat mit deinem Gesicht nicht, was du noch hast!

Varianten

Nur nach Absprache.

  • Bis zum Schluss: Das Spiel endet erst, wenn alle 13 Quartette gesammelt sind. Wer keine Karten mehr hat, zieht eine vom Ziehstapel und spielt weiter; ist der Stapel leer, scheidet er aus.
  • Paare (australisches „Fish“): Jeder bekommt 7 Karten, gesammelt werden Paare statt Quartette; jedes Paar wird sofort abgelegt. Gespielt wird, bis alle Karten weg sind; jedes Paar zählt 1 Punkt.
  • Ohne Teich (Authors): Alle Karten werden verteilt. Hat der Gefragte keine, ist einfach der Nächste dran. Gespielt wird, bis alle 13 Quartette gesammelt sind.

Hintergrund & Geschichte

  • Familie: Quartettspiel (Sätze sammeln, indem man die anderen nach Karten fragt)
  • Herkunft: Großbritannien und USA, Mitte des 19. Jahrhunderts (zuerst mit eigenen Karten)
  • Auch bekannt als: Fischen, Geh fischen, Fish
  • Ähnliche Spiele: Quartett, Authors, Happy Families, Spade the Gardener, Literature

Go Fish gehört zu den Quartettspielen, bei denen man Viererreihen sammelt, indem man die anderen nach Karten fragt. Laut pagat.com tauchten solche Spiele Mitte des 19. Jahrhunderts auf, zunächst mit eigens gedruckten Karten: in Großbritannien Spade the Gardener und Happy Families, in den USA Dr Busby, erstmals 1843 erschienen, und ab 1861 Authors. Laut der englischen Wikipedia könnte Go Fish einem italienischen Spiel namens Andare e piscere ähneln, das Ende des 15. Jahrhunderts gespielt wurde – eine Beschreibung aus dieser Zeit gibt es aber nicht.

Mit einem normalen Kartenspiel wurde daraus Go Fish, im englischsprachigen Raum heute eines der bekanntesten Kartenspiele für kleine Kinder. Die Regeln unterscheiden sich von Familie zu Familie: ob man alle Karten eines Werts bekommt oder nur eine, ob man Quartette oder Paare sammelt und wann das Spiel endet.

Im deutschsprachigen Raum kennt man die Idee vor allem als Quartett mit Themenkarten – Autos, Tiere, Flugzeuge –, oft mit Zahlenwerten auf den Karten. Mit einem normalen Kartenspiel heißt das Spiel Fischen. Ein viel kniffligeres Partnerschaftsspiel mit normalem Blatt, Literature, wird manchmal ebenfalls „Fish“ genannt.

Quellen