Kooperative Patience (Echtzeit) · Spiel 246 von 388 ♥
Gipfelsturm
TriPeaks zu zweit und gleichzeitig – zugreifen, rufen und alle drei Gipfel abräumen, bevor die Sanduhr abgelaufen ist.
- Spieler
- 2–3
- Dauer
- 10 Min.
- Alter
- ab 7
- Anspruch
- leicht
- Karten
- 52 Karten, ohne Joker
- Können – Glück
- KönnenGlück
- Jeder für sich – Viel Interaktion
- Jeder für sichViel Interaktion
- Einfach – Komplex
- EinfachKomplex
- Schnell – Lang
- SchnellLang
Stimmung wildin 5 Minuten gelernt
Sammlungen: Spiele für zwei · Spiele für drei · Spiele für Kinder · Kooperative Spiele · Ohne Punkteblatt · Nur hier · Neu & ungetestet
ungetestet Noch nicht ausprobiert: Das ist ein eigener Entwurf bzw. eine eigene Umsetzung. Die Regeln können sich noch ändern – wenn du es spielst, schreib uns, wie es war: simon@howto.cards
Ausführliche Regeln
- Überblick
- Rangfolge
- Vorbereitung
- Spielablauf
- Gewonnen oder verloren
- Schwierigkeitsstufen
- Tipps für Einsteiger
- Varianten
Überblick
Gipfelsturm ist eine kooperative Patience in Echtzeit: Ihr spielt als Team und gewinnt oder verliert gemeinsam. 28 Karten liegen als drei überlappende Pyramiden aus – die Gipfel. Ihr räumt sie ab, indem ihr Karten auf einen Stapel legt, jede einen Wert höher oder niedriger als die oberste, egal in welcher Farbe. Aber jeder von euch hat seinen eigenen Stapel und seinen eigenen kleinen Vorrat, es gibt keine Züge – ihr spielt gleichzeitig –, und die Zeit läuft. Zugreifen, rufen, einander helfen: Räumt alle drei Gipfel ab, bevor die Zeit um ist.
- Spieler: 2 (zu dritt als Variante).
- Du brauchst: ein normales 52er-Blatt ohne Joker und eine Uhr – eine 3-Minuten-Sanduhr oder den Timer im Handy.
Gipfelsturm ist ein neues Spiel, das für diese Website entstanden und noch nicht getestet ist. Es ist unsere eigene kooperative Fassung der Patience TriPeaks (Robert Hogue, 1989). Auslage und Anlegeregel sind dieselben; neu sind zwei Abwurfstapel statt einem, ein kleiner Vorrat für jeden, das gleichzeitige Spiel und die Uhr. Gewinnt oder verliert ihr zu leicht, dreht zuerst an der Zeit und an der Zahl der Vorratskarten (siehe „Schwierigkeitsstufen“).
Rangfolge
Wie bei TriPeaks laufen die Werte A – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – B – D – K und dann im Kreis weiter: Nach dem König kommt wieder das Ass. Auf einen König darf also eine Dame oder ein Ass folgen, auf ein Ass ein König oder eine 2. Farben spielen keine Rolle.
Vorbereitung
- Mischt und legt die Gipfel wie bei TriPeaks aus: 28 Karten in vier überlappenden Reihen von oben nach unten – 3, 6 und 9 Karten verdeckt, dann 10 Karten offen. Jede Karte der Reihen 2–4 verdeckt teilweise den unteren Rand der Karten darüber, sodass sich die drei Pyramiden unten berühren.
- Verteilt die übrigen 24 Karten abwechselnd und verdeckt an euch beide: je 12. Das ist dein eigener Vorrat; leg ihn vor dich.
- Jeder deckt die oberste Karte seines Vorrats auf und legt sie daneben. Sie beginnt deinen eigenen Abwurfstapel – den Stapel, auf den Karten gelegt werden. In deinem Vorrat sind jetzt noch 11 Karten.
- Legt die Uhr für 3 Minuten bereit. Setzt euch so, dass jeder an alle Gipfel und an beide Abwurfstapel herankommt.
Jede Karte der Reihen 1–3 ist von den zwei Karten der nächsten Reihe bedeckt, die auf ihr liegen. Die 10 Karten der untersten Reihe sind nicht bedeckt – sie sind frei. Nur freie Karten dürfen gespielt werden.
Spielablauf
Startet die Uhr und ruft „Los!“. Ab jetzt gibt es keine Züge: Ihr spielt beide gleichzeitig, so schnell ihr könnt.
- Nur eine Hand: Spiel mit einer Hand und bewege immer nur eine Karte.
- Auf beide Stapel: Eine freie Karte aus den Gipfeln darf auf deinen Abwurfstapel oder auf den deines Partners, wenn sie einen Wert höher oder niedriger ist als dessen oberste Karte – zum Beispiel eine 5 oder 7 auf eine 6, eine Dame oder ein Ass auf einen König. Solange etwas passt, legst du weiter; so eine Kette heißt Serie.
- Angefasst ist gelegt: Eine Karte, die du berührst, musst du sofort spielen – du darfst sie nicht in die Hand nehmen und warten, bis ein Stapel passt. Greift ihr beide nach derselben Karte, spielt sie, wer sie zuerst berührt. Ändert sich ein Stapel unter deiner Hand, sodass deine Karte nirgends mehr passt, leg sie an ihren Platz zurück.
- Aufdecken: Sobald beide Karten weg sind, die eine verdeckte Karte bedecken – egal, wer sie weggenommen hat –, dreht ihr sie um. Sie ist jetzt frei.
- Dein Vorrat: Wann immer du willst, deckst du die oberste Karte deines Vorrats auf deinen Abwurfstapel auf. Sie kommt immer dorthin, egal ob sie passt oder nicht, und ist ab jetzt die Karte, an die angelegt wird. Nur du deckst von deinem Vorrat auf, und nur auf deinen Stapel. Es gibt keinen zweiten Durchgang: Aufgedeckt ist aufgedeckt.
- Reden ist erlaubt – und hilft: „Eine 8 auf meinen Stapel!“, „Warte, noch nicht aufdecken!“, „Ich deck auf.“
Ist dein Vorrat leer, spielst du weiter Karten aus den Gipfeln auf beide Stapel; neue Karten kann jetzt nur noch dein Partner ins Spiel bringen.
Gewonnen oder verloren
- Ihr gewinnt gemeinsam, sobald alle 28 Gipfelkarten weg sind – bevor die Zeit abgelaufen ist. Zählt dann die Karten, die in beiden Vorräten übrig sind: Das ist euer Ergebnis zum Angeben.
- Ihr verliert, wenn die Zeit abläuft (sofort Hände weg) oder wenn beide Vorräte leer sind und keine freie Karte mehr auf einen der Stapel passt.
Beispiel: Der Beginn wie oben abgebildet: Auf Annas Abwurfstapel liegt die 4♠, auf Bens die 9♣. „Los!“ Anna legt die 5♥ und dann die 6♦ auf ihren Stapel, gleichzeitig Ben die 10♠ und dann den B♥ auf seinen. Vier nebeneinanderliegende Karten der untersten Reihe sind weg, also werden drei verdeckte Karten frei: Anna deckt eine 7♦ auf, Ben eine 2♣ und eine D♣. Anna legt die 7♦ auf ihre 6♦; Ben legt die D♣ auf seinen B♥ und den K♦ auf die D♣. Die 8♥ liegt direkt vor Ben – sie passt auf Annas 7♦, also legt er sie auf Annas Stapel. Jetzt sind der K♦ und die 8♥ weg, und die Karte darunter wird aufgedeckt: eine 9♠. Anna legt sie auf die 8♥.
Ben legt die D♠ auf seinen K♦ – darunter kommt eine 4♦ zum Vorschein. Jetzt passt nichts mehr: Oben liegen die 9♠ und die D♠, frei sind 7♣, 2♠, 2♣, 3♣ und 4♦. „Ich deck auf!“ Ben deckt die nächste Karte seines Vorrats auf seinen Stapel auf: eine 3♥. Eine neue Serie beginnt – Ben legt die 4♦ darauf, Anna die 3♣ auf die 4♦, dann die 2♠. Diese drei Karten legen vier weitere verdeckte Karten frei, und weiter geht’s.
Schwierigkeitsstufen
| Stufe | Vorratskarten je Spieler | Uhr | Im Kreis |
|---|---|---|---|
| Leicht | 12 | keine – gut mit Kindern | ja |
| Normal | 12 | 3 Minuten | ja |
| Schwer | 10 (die 4 übrigen Karten ungesehen beiseitelegen) | 2 Minuten | ja |
| Experte | 10 (4 beiseite) | 2 Minuten | nein: K und A sind keine Nachbarn |
Die Rechnung: 28 Gipfelkarten gegen die Vorratskarten – auf Normal 22 Neuanfänge (11 pro Spieler, nachdem die erste Karte aufgedeckt ist) und 180 Sekunden, also etwa sechs Sekunden pro Gipfelkarte. Auf Schwer nur 18 Neuanfänge und 120 Sekunden, etwa vier Sekunden pro Karte.
In einer Computersimulation mit einer einfachen, aber sorgfältigen Strategie und ohne Uhr ging TriPeaks allein in 37 % der Spiele auf. Mit zwei Abwurfstapeln und je 12 Vorratskarten waren es 62 %, mit je 10 noch 41 %; ohne den Kreis 27 % (je 12) und 15 % (je 10). Die Uhr kommt noch dazu und wurde nicht simuliert – und Menschen spielen anders als ein Computer. Ist euch das Spiel zu leicht oder zu schwer, ändert zuerst die Zeit, dann die Zahl der Vorratskarten.
Tipps für Einsteiger
- Spart eure Vorräte. Deckt nur auf, wenn auf keinen der beiden Stapel etwas passt – jede Vorratskarte ist ein Neuanfang, den ihr später vielleicht braucht. Und nur einer deckt auf: „Ich deck auf!“
- Sagt, was ihr braucht. „Ich brauch einen Buben!“ geht schneller, als wenn ihr beide sucht.
- Erst die verdeckten Karten freispielen. Nehmt lieber Karten, unter denen etwas liegt: Jede neue freie Karte ist eine neue Chance.
- Haltet die Stapel einen Wert auseinander. Liegen oben eine 7 und eine 8, passt jede 6, 7, 8 und 9 irgendwo – sogar eine Karte mit demselben Wert wie eine oberste Karte, die ein einzelner Stapel nie nehmen könnte. So werden lange Serien möglich.
Varianten
Alle freiwillig – vorher absprechen.
- Zu dritt: drei Abwurfstapel, je 8 Vorratskarten (7, nachdem die erste aufgedeckt ist). Auf Schwer und Experte je 6 – die 6 übrigen Karten ungesehen beiseitelegen. Die Zeit bleibt gleich. Mit drei Stapeln passt öfter etwas, das Spiel wird also etwas leichter.
- Stiller Gipfel: Ihr dürft gar nicht reden, nur einander auf die Hände schauen. Deutlich schwerer.
- Rekordjagd: Spielt mehrere Partien hintereinander und zählt die übrigen Vorratskarten aus den gewonnenen Partien zusammen.
Hintergrund & Geschichte
- Familie: Kooperative Patience (Echtzeit, zwei Abwurfstapel, gegen die Uhr)
- Herkunft: Eigene Entwicklung für diese Website (2026), nach der Patience TriPeaks
- Auch bekannt als: –
- Ähnliche Spiele: TriPeaks, Golf-Patience, Nertz (Racing Demon), Team-Klondike
Gipfelsturm ist weder ein traditionelles noch ein veröffentlichtes Spiel: Es ist für diese Website entstanden, um aus einer schnellen Patience ein Spiel für ein Team zu machen. Die drei Gipfel und die Anlegeregel – eins höher oder tiefer, im Kreis vom König zum Ass – stammen aus TriPeaks. Neu ist, dass es zwei Abwurfstapel gibt, dass der Vorrat in einen kleinen Vorrat für jeden aufgeteilt wird, dass jede Karte auf beide Stapel darf und dass beide gleichzeitig gegen die Uhr spielen. Getestet ist das Spiel noch nicht; vor allem die Zahl der Vorratskarten und die Zeit können sich noch ändern.
TriPeaks selbst ist für eine Patience jung: Laut Wikipedia hat Robert Hogue das Spiel 1989 entworfen, bekannt wurde es durch Microsofts Entertainment Pack 3 für Windows. Es ist ein moderner Verwandter der älteren Golf-Patience, bei der man Karten eins höher oder tiefer auf einen einzigen Abwurfstapel legt.
Auch Patiencen in Echtzeit gibt es schon lange, meist aber als Wettrennen: Bei Racing Demon, in Amerika als Nerts oder Pounce bekannt und laut Wikipedia aus dem England der 1890er-Jahre, legt jeder aus seiner eigenen Auslage so schnell er kann auf gemeinsame Zielstapel, ohne Züge. Gipfelsturm behält das Tempo, macht aus dem Rennen aber Teamarbeit – eine Auslage, zwei Stapel zum Teilen und die Uhr als einziger Gegner.